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4. Klimaevent in der Lokremise St.Gallen

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Dennis Reichardt neu im Zentralvorstand von suissetec

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Sicherheitsschulung 2016

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Aktuelle Aufträge

Schule und Infrastruktur Ekkhartshof, Lengwil

Ausführung der Lüftungsinstallationen inkl. Regulierung/Schaltschrank und Dämmung in den Bereichen Küche EG, Nebenräume UG, Essraum OG, Sturmlüftung gewerbliche Kälte, Parking, Schwimmbad, Hügelhaus EG und 4. OG, Turnhalle, Garderobe/Duschen/WC, Schulhaus Mehr...

Heilbad Unterrechstein, Grub

Ausführung der der Installationen von Lüftungs- und Klimaanlagen - Demontagearbeiten - Mechanische und chemische Kanalreinigungen - Teilweiser Ersatz der Klimageräte - Installation der neuen Anlagen und Kanäle inkl. Regulierung und Inbetriebnahme mit Dichtigkeitsprüfungen Mehr...

2015 Rückblick 3.Klimaevent der Otto Keller AG

2015 Rückblick 3.Klimaevent der Otto Keller AG2015 Rückblick 3.Klimaevent der Otto Keller AG

Sonne und Wind ernten

Die Energiestrategie 2050 hat schon viele Gemüter erhitzt und heftige Debatten ausgelöst. Es beschäftigt Politiker und Wirtschaftsleute gleichermassen. Und so war es auch am Klimaevent der Otto Keller AG eines der Kernthemen.

Seit Anfang Dezember 2014 ist klar: Der Bundesrat will die Energiewende. Diese hat er eingeläutet mit der Energiestrategie 2050. Auch wenn sich Befürworter und Gegner immer wieder heftige Debatten liefern: Die bestehenden fünf Kernkraftwerke sollen am Ende ihrer sicherheitstechnischen Betriebsdauer stillgelegt und nicht durch neue Kernkraftwerke ersetzt werden. Einer der Befürworter ist Nick Beglinger, Präsident von swisscleantech, dem nachhaltigen Wirtschaftsverband. «Wir haben nur einen Planeten, und dieser muss auch morgen funktionieren», sagte er am Montag vor rund 200 Teilnehmenden in der Lokremise St. Gallen. Bereits zum dritten Mal lud die Otto Keller AG aus Arbon zum Klimaevent. Mit dem Ziel, aktuelle Themen, die die Ostschweiz bewegt, mit Experten zu diskutieren.

Eigene Energie produzieren

Legt Beglinger los, gibt es für ihn kein Halten mehr. Dann referiert er wie eine Windturbine. Es komme längst nicht mehr auf das «Ob» drauf an, sondern «Wie» man die Energiewende umsetze. Das Ziel der 2000-Watt-Gesellschaft sei dabei nicht zentral, vielmehr müsse man an die Auswirkungen denken. «Wir werden in Zukunft mehr Energie brauchen, sicher nicht weniger und deshalb müssen wir unsere Energie eigenständig produzieren können. Das gelingt uns nur, wenn wir den Wind und die Sonne ernten», so Beglinger. Die fossilen Brennstoffe würden ein grosses Risiko mit sich bringen: Den Preis, die Versorgungssicherheit und die Abhängigkeit vom Ausland. Dabei werde Photovoltaik immer günstiger. So ein Wandel sei aber nur in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und der Politik lösbar.

Energieträger aufeinander abstimmen

Dem entgegnete Marco Huwyler nicht, auch wenn er sich in erster Linie für das Erdgas stark macht. «Gut aufeinander abgestimmte Strom-, Gas- und Fernwärmenetze spielen in der künftigen Energieversorgung eine zentrale Rolle.» Als Geschäftsleitungsmitglied der St. Galler Stadtwerke hat er alle Hände voll zu tun. Mit dem Energiekonzept 2050 will sich die Stadt St.Gallen auf den Weg in eine saubere Energiezukunft machen. Ziel ist, die CO2‑Belastung der Energieversorgung zu senken. In den Bereichen Wärme, Strom und Mobilität soll die Energieeffizienz gesteigert und die Energieversorgung schrittweise auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Laut Huwyler sind aber erst 30 Prozent der Stadt mit erneuerbaren Energien versorgt. «Es ist eine grosse Herausforderung und wir sind längst nicht am Ziel.»

China, das grosse Vorbild

In der anschliessenden Podiumsdiskussion fühlte Moderator Reto Scherrer den beiden Experten nochmals auf den Zahn. Doch keiner der beiden liess sich aus der Ruhe bringen. Vielmehr stellten sie klar: China ist viel weiter, als man gemeinhin denkt. «Geht es dort in diesem Tempo weiter, werden wir wohl alle bald mit dem Elektroauto durch die Gegend fahren», so Beglinger.

Als weitere Vorbilder nannte Huwyler den Vorarlberg und Deutschland. Aber beide relativierten: Ob Stromautos, Digitalstrom oder LED – solange die grosse Nachfrage fehle, bleibe das Volumen der Produktion klein. Und damit der Preis hoch. «Es ist an der Zeit, die erneuerbaren Energien als Realität zu betrachten und sie umzusetzen. Tun wir das, und zwar international an vorderster Front, können wir auch Geld damit verdienen», so Beglinger. Eines ist sicher: Die Otto Keller AG verdient schon heute Geld damit, und zwar in der täglichen Arbeit als Klimamacher. «Wir freuen uns schon auf 2017, wenn wir wieder zum Klimaevent einladen. Denn beim Thema Energie geht einem der Gesprächsstoff nie aus», so Dennis Reichardt, Mitinhaber der Otto Keller AG. Womit er wohl recht hat, denn beim anschliessenden Apéro ging die Diskussion bei vielen weiter. «So ein Abend führt einem wieder mal vor Augen, darüber nachzudenken. Und je mehr es thematisiert wird, desto grösser ist die Chance, etwas zu bewegen», sagte die Teilnehmerin Gabriela Maassen von der Ackermann Wanner AG.